Vorteile Nativer Werbung

02. November 2022

Native Advertising: Die intelligente Art der Werbung

 

Werbung nervt, wird häufig weggeklickt und blockiert. Das macht es Unternehmen immer schwerer online zu werben. Native Advertising bietet einen Ausweg mit Inhalten im redaktionellen Umfeld, die Nutzer gerne lesen.

Was machen Sie, wenn beim Surfen im Internet ein Werbebanner aufpoppt? Ihnen beispielsweise Bilder von neuen Laufschuhen präsentiert? Genau – Sie klicken es wahrscheinlich weg. Werbung wird immer stärker als nerviger Störfaktor wahrgenommen, zieht wenig Aufmerksamkeit auf sich und erreicht nur noch selten die Kunden. Das ist nicht nur ein Gefühl, sondern lässt sich auch mit Zahlen belegen: Eine Umfrage von Hubspot ergab, dass sich 79 Prozent der Befragten von Werbung verfolgt fühlen. 84 Prozent gaben an, Werbung würde nerven und dem Image der Werbetreibenden schaden. Native Advertising ist eine smarte Lösung. 

 

Native Advertising: Nahtlose Einbettung im redaktionellen Umfeld

Und damit zeigt sich schon ein Vorteil, den Native Advertising gegenüber anderen Online-Werbeformen hat: Sie wird nicht so stark als Marketing wahrgenommen. Native Advertising passt sich im Erscheinungsbild und Stil an das redaktionelle Umfeld an, in dem es platziert ist. Zwischen zwei journalistischen Beiträgen erscheint ein ebenfalls redaktionell anmutender Inhalt Ihres Unternehmens über Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung. Der Unterschied fällt optimaler Weise kaum auf.

Das macht Native Advertising zu einem effektiven Marketing-Werkzeug im bezahlten Content-Marketing. Laut einer Studie von Hubshout klicken 67 Prozent der User eher auf einen gesponserten Artikel, als auf eine Bannerwerbung. 33 Prozent finden diese Inhalte haben einen positiven Mehrwert.

Native Advertising bietet Konsumenten einen Mehrwert, der nicht an Werbung erinnert.  Foto: Getty Images

 

Smartes Marketing mit nutzwertigen und ausführlichen Inhalten 

Das liegt vor allem daran, dass die User bei einer Native Advertising mehr bekommen, als das Bild eines Laufschuhes, plus marktschreierischem Werbeclaim. Ganz im Sinne des Content-Marketings erhalten Nutzer beim Klicken auf den nativen Artikel Informationen, die ihnen einen Mehrwert bieten. Beispielsweise aus welchen Materialien der Laufschuh besteht, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse beim Design berücksichtigt wurden und welche Vorteile das bringt. Mehr Stabilität beim Laufen, ein gesünderes Bewegungsmuster oder mehr Atmungsaktivität.

Heißt: Native Werbung erlaubt Ihnen Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung ausführlich, professionell und glaubhaft zu kommunizieren. Sie können zeigen, dass Sie Experte auf Ihrem Gebiet sind und ausführlich über die Vorzüge Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung sprechen.

Gleichzeitig ist diese Form des Marketings sehr anpassungsfähig: Während die Werbekampagne läuft, können die Inhalte schnell und unkompliziert angepasst werden. Damit erlaubt Native Advertising flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

 

Bild-Text-Anzeige, Advertorial oder True Native Advertising

Native Advertising kann unterschiedlich aussehen. Weit verbreitet ist die Text-Bild-Anzeige. Diese bettet Bild, Überschrift und Teaser zwischen den journalistischen Beiträgen ein. Bei Klick wird der User auf die Seite des Unternehmens und dortigen Inhalt weitergeleitet. Geeignet ist diese Werbeform, wenn Sie zum Beispiel ein konkretes Angebot bewerben möchten. Rabattaktionen, Events oder Stellenangebote können mit einer klaren, kurzen Botschaft an die gewünschte Zielgruppe gebracht werden. 

Die Bild-Text-Anzeige birgt das Risiko, dass die Zielgruppe abspringt. Laut Hubshout akzeptieren Nutzer gesponserte Inhalte eher, wenn sie diese auf der ursprünglichen Webseite präsentiert bekommen. Außerdem können Text-Bild-Anzeigen blockiert werden. 

Eine gute Alternative bietet Ihnen das Native Advertorial. Hier produziert das Medium, auf dem die Werbung erscheint, den Inhalt selbst. Dadurch passt sich das Advertorial nahtlos zwischen den redaktionellen Inhalten ein und bleibt auf der Webseite. Zudem wird es von Suchmaschinen nicht als Werbung erkannt, es greift also kein Adblocker. Ganz im Gegenteil wird der Content bei Suchen sogar als Suchergebnis ausgegeben. Außerdem ist der Inhalt einzigartig, auf Ihre Ziele zugeschnitten und liefert den Lesern – Ihren Kunden – einen echten inhaltlichen Mehrwert. Möchten Sie zum Beispiel einen bestimmten Service bewerben, den Ihr Unternehmen bietet, eignen sich Native Advertorials sehr gut. 

Immer häufiger werden Native Advertorials von Nutzern mit anderen Usern geteilt – selbst wenn sie die Inhalte als werblich erkannt haben. So gewinnen die Beiträge automatisch und ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand an Reichweite über sogenannte Earned Media.

Eine weitere, neuere Form ist True Native Advertising. Es verbindet Text-Bild-Anzeige und Advertorial. Der Content wird hierbei meist von einem Marketingdienstleister erstellt und über einen Adserver gesteuert. Anders als beim reinen Advertorial kann der Beitrag in mehreren Medien erscheinen, hat größere Reichweite und Potenzial für Earned Media. Da die Beiträge über einen Adserver organisiert werden, sind sie blockierbar und werden von Suchmaschinen nicht direkt in den Suchergebnislisten ausgegeben.

Arbeitet Native Advertising einen guten Mehrwert für die Zielgruppe heraus, wird es dankend von den Usern angenommen. Foto: Getty Images

 

Bei nativer Werbung profitiert das Unternehmen vom Medium 

Native Advertising profitiert in erster Linie von dem redaktionellen Umfeld, in dem es erscheint. Ansehen, Qualität und Reichweite des Mediums färben dann auf Ihr Marketing und Ihr Unternehmen ab, macht sie glaubhafter, interessanter und lesenswerter. Das Vertrauen, das das Medium genießt, auf dem Sie Native Advertising veröffentlichen, überträgt sich auf Sie.

Das heißt, dass der Wahl des Mediums eine besondere Bedeutung zukommt. Es sollte bei Ihrer Zielgruppe angesehen sein. Fragen Sie sich außerdem, welches Medium passt zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und Dienstleistungen? Werben Sie für Laufschuhe, dann bietet es sich Native Advertising zum Beispiel bei einem Sportmagazin an. Sie sollten dort werben, wo Ihre Zielgruppe ist. Dann erreicht diese Form des Marketings effizient und mit geringen Streuverlusten relevante Kunden. 

 

Professionelle Unterstützung für rechtliche Sicherheit

Native Advertising bietet eine Vielzahl an Vorteilen und schafft im Internet echte Werbepotenziale. Gleichzeitig erfordert diese Form der Werbung sauberes Arbeiten und rechtliches Wissen. Native Advertising sieht sich häufig mit dem Vorwurf der Schleichwerbung konfrontiert. Nutzern sei nicht bewusst, dass sich zwischen den redaktionellen Beiträgen auch Marketing versteckt. Leser wüssten nicht, dass der Artikel über die Laufschuhe nicht ausgewogen journalistisch recherchiert wurde. Tatsächlich zeigt eine Studie von Seeding Alliance, dass es gut der Hälfte der Befragten schwerfällt native Werbeformate von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden.

Sollten Sie deswegen lieber die Finger von Nativer Werbung lassen? Nein. Es ist wichtig, dass Sie darauf achten die rechtlichen Vorgaben einzuhalten. So schreibt das Gesetz vor, dass Werbung und Redaktion getrennt werden. Dafür müssen bezahlte Beiträge eindeutig beispielsweise mit „Anzeige“, „Werbung“, „Sponsored Post“ oder „Sonderveröffentlichung“ kenntlich gemacht sein.

Ansonsten kann Native Advertising nach hinten losgehen und dem Image eines Unternehmens schaden. Damit Sie hier auf der sicheren Seite sind, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit professionellen Marketingpartnern, die rechtliche Vorschriften kennen und korrekt umsetzen. 

 

Diese Marketing-Vorteile bietet Ihnen Native Werbung

Native Advertising ist eine Form der Online-Werbung, die durch ihre Einbettung in einen redaktionellen Kontext authentisch und informativ ist. Das gilt besonders für Advertorials. Native Advertising kann relevante Nutzer gezielt erreichen und das Ansehen Ihres Unternehmens erhöhen. Sie ist flexibel anpassbar und spielt alle Vorteile gelungenen Content-Marketings aus. Arbeitet Native Advertising einen echten Mehrwert für die Zielgruppe heraus, wird diese Form von Marketing dankend von Ihren Usern angenommen.

Von Katrin Hirmer

 

Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Beteiligt sind 11 Studierende des Masterstudiengangs „Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation“. Die Artikel erscheinen in loser Reihenfolge auf mainkonzept.de.

 

Sie möchten mehr über den Einsatz von Native Advertising erfahren? Wir von MainKonzept beraten Sie gerne!